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Maaßenstraße
Objektbeschreibung
Das Wohnhaus Maaßenstraße 7 besteht in seinem heutigen Zustand aus KG, EG, 1.-3.OG und einem fast vollständig ausgebauten Dachgeschoß. Erste Planungen stammen aus dem Jahre 1880. Die Gebäudeflügel passen sich den Straßenverläufen an und stehen im Winkel von ca. 62° zu einander. Im Erdgeschoß befinden sich Geschäfte und Lokale. Die Fassade zeichnet sich durch reichen figürlichen und ornamentalen Schmuck aus. In den Wohnungen finden sich Stuck, Kachelöfen und Deckenmalereien. Das Treppenhaus besteht aus einer gewendelten Holztreppe mit Handlauf und geschnitzen Geländerstützen.
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Baugeschichte
Das Wohnhaus wurde im Laufe seiner etwa 120 jährigen Baugeschichte mehrfach verändert bzw. überformt.
- erste Planungen für ein Wohngebäude mit KG, EG, 1.-3.OG im Jahre 1880
- 1889 umfangreiche Umbauten
- Einbau von Läden im EG
- Ausbau der Dachgeschosse (u.a. verglastes Fotoalelier)
- Änderung der Treppenhauslage
- Einbau des jetzigen Treppenhauses mit Erschließung von der Nollendorfstr.
- Einbau von WC, Bädern, Gasherden
- 1935 weitere Umbauten (Bäder, Küchen, Dachausbau)
Treppenhaus
Das Treppenhaus des Eingangs Maaßenstr. 7, in dem der geplante Aufzug errichtet werden soll, muß gesondert dargestellt werden. Es handelt sich um ein rundes Treppenhaus mit einem Durchmesser von ca. 4,50 m. Etwa mittig befindet sich ein ebenfalls rundes Treppenauge mit einem Durchmesser von ca. 1,30 m (zwischen den Treppenstufen). Treppenstufen und Wangen sind aus Holz. Nach dem Krieg wurden drei runde Stahlstützen angeordnet um die Treppenkonstruktion zu sichern, da zwischenzeitlich Absenkungen aufgetreten waren. Vermutlich zeitgleich wurden unterhalb der Holzwangen, angepaßt an deren Verlauf Stahlprofile angeordnet. Diese wurden mit den Stahlstützen verschweißt. Jeweils 12 Stufen führen bis zu den Zwischen- und dann zu den Hauptpodesten. Von jedem Hauptpodest gehen zwei Eingangstüren ab. Sie führen im 1. und 3. OG zu drei und im zweiten OG zu zwei Wohn- bzw. im 1. OG Wohn- und Bürobereichen. Alle Holzbauteile stellen noch den Originalzustand dar. Entlang der runden Treppenhauswand und am Treppenauge sind Holzleisten mit entsprechender Profilierung angeordnet. Eine Verbindung zum Treppenhaus Nollendorfstr. besteht über die im gemeinsamen Wandbereich befindlichen spitzbogigen Fenster. Im Erdgeschoß führen 5 Stufen im Inneren und 3 Stufen vor der Hauseingangstür auf das Straßenniveau. Der Fußboden besteht aus Marmorplatten, die im Mittelbereich durch Läufer geschützt sind. Die Decken sind als Gewölbe mit Gestaltung als Kreuzgratgewölbe ausgeführt. Der Eingangsbereich ist bis zum ersten Gurtbogen symmetrisch an den Längsseiten jeweils mit Holzpanelen verkleidet. Zwischen den Gurtbögen befinden sich mit Stuck umrahmte rechteckige Spiegelflächen über denen sich spitzbogige, ebenfalls mit Spiegeln versehene bzw. geputzte Flächen, zusätzlich mit Maßwerk und Rosetten verziert, befinden. Unter dem Lauf zum EG befindet sich ein Abstellraum mit Sicherungskasten. Der Zugang erfolgt über eine reich verzierte im oberen Bereich mit einer Spiegelfläche versehene Tür. Das Treppenhaus setzt sich bis in den Keller fort.
Lichtkuppel
Über dem Treppenhaus wurde über die gesamte Fläche eine Lichtkuppel angeordnet. Sie bleibt von den geplanten Baumaßnahmen unberührt, da die Aufzugskonstruktion ca. 2,0 m unterhalb der Verglasung endet. Im Projektteil Fotodokumentation sind das Gebäude und das Treppenhaus dokumentiert.
Aufgabe
Es bestand die Aufgabe, für 7 Mietsparteien, eine Aufzug in das Treppenauge einzubauen.
Zu berücksichtigen waren:
- Denkmalschutzes für das gesamte Gebäude und speziell für die Treppe
- Beibehaltung der Beleuchtung aus der Lichtkuppel
- Entfernen und Ersetzen der nach dem Krieg als Notsicherung angeordneten Stahlstützen
- Außermittigkeit des Treppenauges von ca. 5 cm
- denkmalgerechte Sanierung der bei früheren Umbaumaßnahmen beschädigten Treppenstufen
Durchführung
Das Gebäude wurde vollständig aufgemessen. Alle Räume wurden dokumentiert (Raumstruktur, Stuck, Fenster, Fußböden, Öfen, Wandverkleidungen, Malereien. Die Treppe wurde vermessen. Schäden wurden nach Lage und Größe erfaßt. Mit der Unteren Denkmalschutzbehörde wurde ein denkmalpflegerisches Konzept erarbeitet. Nach Festlegung der Tragstruktur, Umgang mit dem vor den Aufzugstüren zu durchtrennenden Geländer, Beleuchtung, Farbgestaltung erfolgte im Jahre 2010 der Einbau.